03.05.2018

SONOTEC auf der DGZfP Jahrestagung 2018

SONOTEC beteiligt sich auch in diesem Jahr mit Vorträgen und einem Posterbeitrag. 

Folgende Präsenationen werden gehalten:

Montag, den 7.5.2018 um 15:20 Uhr:

Phased-Array-Prüfköpfe für die koppelmittelfreie Ultraschallprüfung

A. Mück1, S. Scheunemann2

1 SONOTEC, Halle (Saale)
2 Forschungszentrum Ultraschall, Halle (Saale)

Die kontaktfreie Prüfung mittels luftgekoppeltem Ultraschall hat insbesondere aufgrund der Anwendung neuartiger Kompositmaterialien in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Dem wesentlichen Vorteil des Verzichts auf ein Koppelmittel wie Wasser steht der Nachteil der hohen Verluste bei der Schallübertragung durch die Luft gegenüber. Diese erschweren eine Interpretation der Testergebnisse. Aus diesem Grund sind Verbesserungen des Prüfsystems und der einzelnen Komponenten notwendig. Ein vielversprechender Ansatz ist die Anwendung der Phased-Array-Technik in der koppelmittelfreien Prüfung. Durch den Einsatz mehrkanaliger Ultraschallprüfköpfe und -geräte ist es möglich, das Schallfeld an die jeweilige Anwendung anzupassen und dadurch den Prüfprozess zu verbessern. Diese Technik wird seit mehreren Jahrzehnten bereits erfolgreich in der Medizin und industriellen Materialprüfung angewandt. Dennoch sind bisher nur wenige Systeme für die koppelmittelfreie Prüfung verfügbar. Ein Grund dafür ist, dass sich der Aufbau von Luftschallprüfköpfen stark vom Aufbau von Kontakttechnik- oder Tauchtechnikprüfköpfen unterscheidet. Das erfordert eine Adaption des Phased-Array-Konzepts an das Design von Luftschallprüfköpfen. Im Vortrag werden neu entwickelte Phased-Array-Prüfköpfe für die koppelmittelfreie Ultraschallprüfung vorgestellt. Die Eigenschaften der Prüfköpfe, bezogen auf die Ultraschallerzeugung, wurden ausführlich untersucht und entsprechende Ergebnisse vorgestellt. Techniken wie die elektronische Fokussierung des Schallstrahls können auf dieser Basis angewandt und die Leistungsfähigkeit mit herkömmlichen einkanaligen Prüfköpfen verglichen werden. Abschließend werden die Möglichkeiten der neuen Prüfsysteme anhand von Anwendungsbeispielen demonstriert.

Montag, den 7.5.2018 um 15:40 Uhr:

Luftgekoppelter Ultraschall – Vorstellung neuer Ansätze im Bereich der koppelmittelfreien Prüfung

F. Schönberg1, R. Steinhausen2, M. Pfeiffer3, A. Bodi1, T. Gautzsch1

1 SONOTEC, Halle (Saale)
2 Forschungszentrum Ultraschall, Halle (Saale)
3 IMA Dresden

Luftultraschallprüfverfahren gewinnen heute immer mehr an Bedeutung. Dies liegt in erster Linie an der Möglichkeit einer „koppelmittelfreien“ Prüfung und den damit verbundenen Vorteilen. Gleichzeitig entwickeln sich auch die Anlagentechnik und die Ultraschallwandler immer weiter. Die Luftultraschallprüfung kommt dabei überwiegend in der Prozesskontrolle in Produktionsketten zum Einsatz und ist ideal für die Prüfung von Materialien und Strukturen wie Verbundwerkstoffe, Verklebungen, Wabenstrukturen oder Schaumverbünde geeignet. So kann ein umfangreiches Spektrum an Prüfaufgaben wie Grenzflächendetektion, das Nachweisen von Inhomogenitäten oder die Detektion von Fremdkörpereinschlüssen abgedeckt werden. Unser Beitrag soll einen Überblick über die Entwicklungen im Bereich der Luftultraschallprüfung geben und diese am Beispiel konkreter Prüfaufgaben vorstellen.

Montag, den 7.5.2018 um 17:25 Uhr:

Genaue Laufzeitmessungen (Postervorstellung mit Kurzvortrag)

P. Holstein1, A. Bodi1, J. Pohl2, C. Pick3, B. Fischer4

1 SONOTEC, Halle (Saale)
2 Hochschule Anhalt, Köthen
3 MBQ Qualitätssicherung, Hettstedt-Walbeck
4 XARION Laser Acoustics, Wien, Österreich

Laufzeitmessungen bilden die Grundlage für eine Reihe von wichtigen Verfahren für die Anwendung von Ultraschall sowohl in der zerstörungsfreien Prüfung, der Prozessmesstechnik oder auch in der Medizintechnik. Durch Steigerung der Messgenauigkeit ergeben sich neue Möglichkeiten. Die Bestimmung von Materialeigenschaften, Abmessungen, Spannungszuständen auf der Basis von Ultraschallverfahren erfordert zum Teil eine sehr hohe Auflösung. Unterschiedliche Materialklassen verlangen dabei aufgrund ihrer dispersiven und Dämpfungseigenschaften variable Lösungen mit verschiedenen Frequenzen und angepasster Prüftechnik sowie modifizierter Signalverarbeitung.


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